Allgemein

Buchmeinung ›Dark Palace‹

Dark Palace-Zehn Jahre musst du opfern–Vic James
FJB Verlag

Das Cover zu »Dark Palace« ist ein absoluter Hingucker und gepaart mit dem Klappentext hat mich das neugierig gemacht. Ich hatte bereits meine Vorstellungen, aber … die wurden irgendwie nicht so ganz erfüllt.

Erstmal zum Inhalt:
In England gibt es »Geschicklose« und »Ebenbürtige«. Diese »Ebenbürtigen« sind der Adel des Landes und einem Gesetz zu folge, müssen alle »Geschicklosen« zehn Jahre ihres Lebens opfern, um für den Adel zu arbeiten – als Sklaven. Entweder bei ihnen auf dem Landsitz, oder in Sklavenstädten.
Lukes Familie entschließt sich ihren Dienst gemeinsam bei der adligen Familie auf Kynestone abzuarbeiten. Doch leider, wird direkt am Anfang Luke nicht mitgenommen, sondern nach Millmoor gebracht, während seine Eltern und seine zwei Schwestern zum Adel kommen.

Die Geschichte ist aus Lukes, Abis, Gavars, Silyens, Boudas und Euterpes Sicht geschildert. Diese Sichten sind jeweils aus der Erzählerperspektive erzählt. Wobei Luke und Abi den größten Teil der Geschichte ausmachen.
Um ehrlich zu sein, finde ich, dass das sehr viele Sichten sind. Mir persönlich hätten 2-3 vollkommen gereicht – wenn ich im Gegenzug mehr über die Charaktere und ihre Ziele erfahren hätte. Vor allem wurden zwei Charaktere gar nicht einbezogen, über die ich sehr gern mehr erfahren hätte – vor allem wenn man den Schluss des Buches liest. Aber die kann ich euch leider nicht verraten, ohne euch zu spoilern.

IMG_4726Der Schreibstil ist wirklich grandios – wobei ich ein Wort googeln musste, um zu erfahren, dass es eine Whiskeybrennerei in Schottland ist. Aber ansonsten konnte ich der Geschichte gut folgen.
Die erdachte Welt war interessant und hatte sehr gute Ansätze. Doch in meinen Augen, verlor sich die Autorin zu gern in den politischen Debatten, der »Ebenbürtigen«, sodass mir schnell langweilig wurde. Normalerweise stehe ich total auf Politik – aber nur gepaart mit Intrigen, die hier leider nicht vorhanden waren. Es waren einfach nur  Debatten – oder ich habe es einfach aus der falschen Sicht erlebt.

Wie ihr bereits gemerkt habt, komme ich mit allzu vielen, oder großen Zeitsprüngen nicht zurecht. Dieses Buch hatte eine Menge an Zeit, die umkommentiert vonstatten ging, sodass sich die Charaktere ständig weiterentwickelten, ich es aber leider nicht mitbekommen habe, und quasi eine neue Person vorgesetzt bekommen habe. In dieser Zeit geschah eine Menge, Luke entwickelte sich weiter, Abi verliebte sich und ich als Leser musste es einfach so hinnehmen. Ich konnte nicht nachvollziehen, wieso, oder warum, sondern musste akzeptieren, dass sich da was entwickelt hat.
Ich war halt schon immer dieses nervige Kind, das gefragt hat »Warum?«. Meine Mama war davon auch immer ziemlich genervt. Bei solchen Zeitsprüngen wird mir der Grund für das Warum also geklaut und das mag ich persönlich einfach nicht. Dazu kamen die doch recht vielen Sichten, aus manchen Charakteren wurde ich auch selbst nicht schlau, weil sie dann nur einen einzigen Auftritt, als Kapitel hatten.

Das größte Problem an dem Buch lag aber wahrscheinlich daran, dass mich die Autorin einfach nicht packen konnte. Mir ging das Schicksal der einzelne Charaktere nie nah.

Im Großen und Ganzen kann ich das Buch leider nicht weiterempfehlen. Es ist definitiv eine interessante Geschichte, mit guten Ansätzen, die meiner Meinung nach aber nicht optimal umgesetzt waren.
Die nächsten Teile der Reihe werde ich auch nicht weiterlesen.

Danke für FJB und Netgalley für das Rezensionsexemplar!

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